Jahresbericht 1996-1997


Jahresbericht 1996 - 1997 Am 21. März 1996 wurde der "Förderverein Bildungs- und Erholungszentrum in Südfrankreich" gegründet. Dieser Verein hatte sich zum Ziel gesetzt:

... durch moralische und finanzielle Unterstützung mitzuhelfen, den Aufenthalt Jugendlicher im Bildungs- und Erholungszentrum in Südfrankreich mit Stipendien oder Beiträgen zu ermöglichen. In diesem Zentrum soll den Jugendlichen mit abwechslungsreichen Tätigkeiten und begeisternden Erlebnissen geholfen werden, das Selbstvertrauen in die eigenen Kräfte und Fähigkeiten zu entwickeln und zu stärken, damit der Wille und der Mut wachsen kann, sinnvolle Zukunftsziele und echte Lebensideale zu finden. ... (Statuten)

Der Name blieb vorerst noch allgemein, da der Ort der definitiven Realisierung noch ungewiß war. Verschiedenste Aufrufe, an die vielen Menschen des großen Freundes- und Gönnerkreises des Initianten, blieben, von ein paar wenigen Ausnahmen abgesehen, ohne Erfolg. So konnte ein erster möglicher und sehr geeigneter Ort, mangels Unterstützung nicht erworben werden und die zweite Liegenschaft wurde während den Verhandlungen von einem anderen Käufer gekauft. So war es im Sommer 1996 noch sehr fraglich, ob der Förderverein jemals seine Aufgabe wird wahrnehmen können.

An der Generalversammlung vom 14. September 1996 konnte der Initiant Gregor Scherer den Anwesenden mitteilen, dass eine andere Liegenschaft durch einen Kaufvertrag gesichert sei und der Realisierung des Projektes nichts mehr im Wege stehe. Die Statuten erfuhren eine Aenderung, welche zur Hauptsache nur den Namen betraf: Förderverein Centre Suisse.

Mit großer Kraft und unermüdlichem Einsatz hatte der Initiant die notwendigen Prospekte und Projektbeschreibungen erstellt und an die wichtigsten Aemter geschickt. In verschiedenen Zeitschriften erschienen Aufsätze und ein erneuter Aufruf sollte die zur Realisierung noch fehlenden Mittel herbeizaubern. Dabei konnten alle Beteiligten erleben, dass es heute enorm schwierig, ja beinahe unmöglich ist, ein soziales Projekt zu verwirklichen. Kurz gesagt, die Hilfen blieben, abgesehen von den erwähnten Ausnahmen, mehr oder weniger aus. Was ist in einem solchen Falle zu tun? Aufgeben?
Wie durch ein Wunder gelang der Kauf trotzdem, jedoch absolut ohne Reserven, das heisst ohne Anfangskapital für die notwendigen Renovationen, Arbeitsgeräte und Möbel.

Am 1. April 1997 wurde der Betrieb im Centre Suisse aufgenommen. Als Präsidentin hatte ich bis heute noch nicht die Gelegenheit, das Centre Suisse persönlich zu besuchen. Aus den Berichten kann ich jedoch entnehmen, dass die Einrichtungsarbeiten weitgehend abgeschlossen sind und die jungen Menschen sich im Centre Suisse sehr wohl fühlen. Der Verein selbst erfreut sich einer steten Zunahme von Mitgliedern. Heute sind insgesamt 15 Mitglieder zu verzeichnen, davon drei Vorstandsmitglieder:
Heidi Wäfler (Präsidentin), Erich Affolter (Aktuar), Gregor Scherer (Rechnungsführer).
Der Förderverein ist inzwischen von fast allen Kantonen in der Schweiz als gemeinnützig anerkannt worden und so können die Spenden und Mitgliederbeiträge im Rahmen der jeweiligen kantonalen Steuergesetze als gemeinnützige Zuwendung von den Steuern abgezogen werden.

Da die Behörden und besonders die Sozialämter immer mehr einer restriktiven Sparpolitik unterworfen werden, werden die Jugendlichen im Centre Suisse kaum unterstützt. Dennoch wurde bisher kein junger Mensch aus finanziellen Gründen abgewiesen.

Deshalb möchte ich den Jahresbericht schliessen mit der Aufforderung an alle Mitglieder: Helfen Sie bitte mit, neue Mitglieder oder sogar Gönner zu finden, damit der Förderverein wenigstens ein klein bisschen mithelfen kann, den Betrieb des Centre Suisse zu tragen.

Die Präsidentin des Fördervereins
CENTRE SUISSE

Hinterkappelen, den 25. September 1997 Heidi Wäfler


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