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Ich bin dankbar, dass ich im
Centre sein durfte

Seit gut acht Monaten lebe ich
jetzt wieder in Berlin, dort, wo ich auch lebte, bevor ich Anfang
Januar 2000 ins Centre gehen musste, weil ich weder zu Hause noch mit den
Lehrern in der Schule noch mit meinem Leben richtig klar kam. Das Jahr im
Centre war das lehrreichste meines bisherigen Lebens. Ich lernte viel
über die Welt und ihre Zusammenhänge, über mich und meine Fehler sowie
über den sozialen Umgang mit meinen Mitmenschen. Am Anfang war es sehr
schwierig für mich, mich in die Gruppe einzufinden, da man sich mit lauter
völlig verschiedenen, individuellen und zum Teil sehr eigenwilligen
Charakteren auseinander setzen musste und mit seinem eigenen noch
dazu.
Aber gerade durch diese Prozesse
habe ich besonders viel gelernt, gerade dadurch, dass ich mich mit
Menschen auseinander setzen musste, die ich mir nicht ausgesucht hatte und
von denen ich wusste, dass ich ihnen nicht aus dem Weg gehen konnte.
Manchmal hatte ich durch meine eigensinnige Art wirklich heftige
Auseinandersetzungen und manchmal tat es sehr weh, der
Wahrheit ins Auge zu schauen, aber im Nachhinein hat es mich mehr gestärkt
als irgendetwas anderes. Hinzu kam, dass ich viel aus der Vergangenheit zu
verarbeiten hatte und das Tolle war, dass man es dort konnte. Durch die
verarbeitete Vergangenheit konnte man, weit entfernt von ihr und von zu
Hause, neu anfangen oder vielleicht sollte man besser sagen: zu sich
finden.
Ich begann immer mehr zu
begreifen, was wirklich wesentlich ist, und gewann stärkere innere
Kräfte, die mir auch jetzt noch helfen. Auf seine Weise ist mir das Centre
wie ein Zuhause geworden und ich bin dankbar, dass ich dort sein
durfte, und ich bin dankbar all den Menschen, die mit mir dort
waren!
Und ich danke der Natur dort,
denn auch sie hat mir oft sehr geholfen.

Leoni
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